Inseln im Alltag – 3 Tipps für kleine Auszeiten

Vielleicht ist es gerade mitten in der Nacht und du kannst nicht einschlafen, weil jede Lage unbequem geworden ist mit einem riesigen Babybauch. Oder du fährst mit dem Kinderwagen durch den Park, dein Baby ist endlich eingeschlafen. Du zückst dein Handy, um ein bisschen abzuschalten, dir ein bisschen Mut, Inspiration, Beistand oder Ablenkung zu holen.

3 Tipps für kleine Auszeiten

Klar, zu empfehlen wären jetzt vielleicht Meditation, Schlaf, Sport, gesundes Essen…aber du hast gerade einfach keine Kraft und keine Zeit.
Ich möchte dir heute 3 Tipps mit auf den Weg geben, wie du dir in den Alltag ganz gezielt Möglichkeiten zum Auftanken einbaust. Die Tipps eignen sich auch für größere Aktivitäten, aber fang ruhig erstmal klein an!

#1 Erlaube dir, für dich zu sorgen.

Viele von uns haben sofort diese fiesen Gedanken im Kopf, sobald sie sich eine kurze Pause gönnen. “Du bist faul”, “So wird die Arbeit nie fertig”, “Du bist zu schwach”…Sage innerlich “Stop” zu diesen Miesmachern und gönne dir ganz bewusst Zeit für dich. Ich mag zur Veranschaulichung das Beispiel der Atemmasken im Flugzeug: Wichtig ist, sie sich selber zuerst aufzusetzen und dann erst anderen Personen zu helfen. Übertragen also: Niemand hat etwas davon, wenn du energielos und ohne Lebensfreude bist, weil du dich nur um die Bedürfnisse der anderen gekümmert hast!
Und wenn du im Moment bist – schalte die Miesmacher oder auch nur die innere ToDo-Liste für diese wenigen Minuten auf lautlos. Versuche dem Moment kurz deine ganze Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken. Stelle deine Sinne auf Empfang!

#2 Erinnere dich daran, was dir gut tut.

Klingt leichter gesagt, als getan. Mach dir eine Liste, was dir heute, in der letzten Woche, im letzten Jahr und in den letzten zehn Jahren besonders gut getan hat. Von den kleinen 2-Minuten Momenten bis zu den großen Reisen. Diese Auflistung alleine kann dir schon einen Energieschub geben 😉 Wie oft baust du diese Momente oder Erlebnisse bewusst in deinen Alltag ein? Von welchen möchtest du mehr? Starte mit den kleinen Momenten: Das Lieblingslied im Radio, das kurze Gespräch mit der anderen Mutter auf dem Spielplatz, die ersten Frühlings- Sonnenstrahlen…

#3 Plane möglichst konkret und schaffe Hindernisse aus dem Weg

Was für andere Ziele gilt, lässt sich auch hier anwenden (aber Achtung, bitte bitte kein Freizeitstress draus machen!): Je besser geplant, desto eher auch umgesetzt. Suche dir für den Anfang 1-2 deiner Lieblingsgenussmomente aus. Wie kannst du diese in deinen Alltag integrieren? Welche Rahmenbedingungen müssen gegeben sein? Wann, wo, mit wem? Und plane gleich auch mögliche Hindernisse oder Unterstützer mit ein. Wer kann kurz nach deinem Baby sehen? Was tust du, wenn dein Telefon in diesem Moment klingelt?

Ich selbst nehme mir nach dieser Methode bewusst Zeit für eine Podcastfolge und einen entspannten Kaffee pro Tag. Aber wenn, wie in der letzten Woche, meine Tochter krank zuhause auf dem Sofa liegt, fällt das dann auch bei mir schnell aus. Und ich muss mich oftmals zusammenreißen, nicht doch gleichzeitig schonmal Mails zu checken, oder die Podcastfolge einfach beim Aufräumen zu hören…Welche Inseln im Alltag schenken dir besonders Kraft? Und was sind deine größten Hindernisse? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Foto: pexels.com

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